Wenn man Ubuntu (oder allgemein Debian) schon eine Weile installiert hat, sammeln sich nach und nach immer neuere Kernel-Versionen an und die alten vergammeln auf dem System. Eigentlich kein Problem, allerdings ein Problem bei Systemen mit “Dualboot”, sprich noch einem zweiten Betriebssystem. Das Problem: die Liste der Einträge im Bootloader wird mit jedem neuen Kernel länger. In dieser Anleitung ein Weg alte Kernel, welche nicht mehr gebraucht werden, zu entfernen.
Schritt 1: Neues Terminal-Fenster öffnen. Als Erstes lassen wir uns die aktuell installierten Kernel auflisten mit dem Befehl:
sudo dpkg -l | grep linux-image
Wie oben zu sehen sind bei mir 3 Versionen installiert:
- linux-image-3.2.0-23-generic
- linux-image-3.2.0-24-generic
- linux-image-3.2.0-25-generic
Anmerkung: linux-image-generic muss installiert bleiben und darf NICHT entfernt werden.
Die Version linux-image-3.2.0-25-generic ist die Aktuelle und wird natürlich nicht entfernt. Allerdings können die Versionen linux-image-3.2.0-23-generic UND linux-image-3.2.0-24-generic entfernt werden, da diese veraltet sind.
Schritt 2: Nun geben wir folgendes ein um die alten Kernel zu entfernen (achtet hier auf die Versionsnummer).
sudo apt-get remove --purge linux-image-3.2.0-23-generic
Schritt 3: Nach der Deinstallation der alten Kernel ist es noch ratsam deren verbliebenen Reste zu entfernen. Dazu führen wir noch folgenden Befehl im Terminal aus:
sudo apt-get autoremove
Die alten Kernel sind nun Geschichte und die Liste des Bootloaders ist nun kürzer.



Es sollte vielleicht noch gesagt werden, dass man der Sicherheit wegen eine ältere Kernelversion, deren Funktionalität garantiert ist, auf dem System zu behalten, um auf diese zurück zu wechseln, sollten bei der aktuellen Version unerwarteter Weise Probleme auftreten.
Bei mir packt Ubuntu sämtliche alte Kernel in einen extra “Ordner”, sodass der zu lange Loader kein Problem ist. Allerdings gibt man durch das Entfernen ein bisschen Speicherplatz frei. Ich hatte jetzt 18 alte Kernelversionen dank dieser Anleitung entfernt, und immerhin 1GB “befreit”.
Generell vielen Dank für dieses Tutorial
Nuja, es scheint sehr wohl ein Problem zu sein, wenn sich zu viele alte Kernel-Versionen ansammeln: Irgendwann gehen dann die nodes aus. So jetzt bei mir passiert (Ubuntu 12.04 LTS). Dümmlicher weise trifft einen das unvorbereitet und nun bekomme ich die alten images mit dieser Methode nicht mehr runter und das neue nicht drauf.
Trotzdem danke – vor dem Update hätte es sicher funktioniert.
Danke für dein Feedback. Schade das es bei dir nicht funktioniert. Trotzdem schönen Sonntag noch
Hallo Stefan,
danke hatte ich!
Habe noch eine Lösung gefunden und möchte sie hier gerne einbringen:
Den Deadlock-Knoten, wenn apt-get und Synaptic die Segel streichen, kann man mit “sudo dpkg -P linux-image-3.2.0-23-generic” lösen (-P steht für “purge”).
dpkg scheint nicht so empfindlich gegenüber fehlerhaften Abhängigkeiten/Referenzen zu sein (die Synaptic und apt-get gerne mal komplett aus der Kurve tragen).
Bei mir war das neue linux-image durch die Paketverwaltung bereits referenziert worden, konnte dann aber nicht im entsprechenden Verzeichnis abgelegt werden, weil dort keine i-nodes mehr frei waren (Prüfung mit df -i ergab für das Laufwerk 100% Belegung, obwohl auf der Platte noch 2GB Platz frei waren).
Nach der Operation quiekt der Pinguin nun wieder fröhlich…:D
Grüße und einen schönen Abend noch!
DeeJay
Super das es doch noch eine andere Lösung für dich gab. Und vielen Dank für die Rückmeldung. Hilft vielleicht auch den ein oder anderen der sich hierhin verirrt
Danke dir auch einen schönen Abend!